Eine Website-Anfrage über “ein Angebot für eine neue Website” ist wie eine Anfrage für “ein Auto”. Ohne Modell, Ausstattung, Einsatzzweck und Nutzungsdauer kann niemand seriös eine Zahl nennen. Trotzdem lassen sich realistische Größenordnungen benennen — und vor allem die Bestandteile, aus denen sich der Preis aufbaut.
Die Aufwand-Bausteine einer Unternehmens-Website
- Konzept & Strategie: Workshops, Zielgruppen-Definition, Wettbewerbsanalyse, Content-Strategie. Bei kleinen Projekten 2–5 Tage, bei größeren bis zu 20.
- UX Design: Information Architecture, Wireframes, Prototypen. Abhängig von der Seitenanzahl und Funktionsbreite 3–15 Tage.
- UI Design: Visuelle Gestaltung, Komponentenbibliothek, Style-Guide. 4–20 Tage, je nach Markenanspruch.
- Entwicklung: Frontend, CMS-Anbindung, eventuelle Schnittstellen. Bei Standardseiten 8–25 Tage, bei komplexen Plattformen das Vielfache.
- Inhalte: Texte, Bilder, Übersetzungen. Wird oft unterschätzt — gute Texte brauchen Zeit, gute Bilder einen Fotografen oder ein durchdachtes Stock-Konzept.
- Testing & QA: Browser, Geräte, Performance, Barrierefreiheit, SEO-Basics. 2–5 Tage Mindestaufwand.
- Launch & Schulung: Go-Live, DNS, Monitoring, Einweisung der Redaktion. 1–3 Tage.
Bei Tagessätzen zwischen 800 und 1.500 € im österreichischen Markt ergibt sich daraus die Spanne.
Realistische Größenordnungen 2026
- Visitenkarten-Site (5–10 Seiten, kein CMS): 3.500 – 8.000 €. Schnell, einfach, klar.
- Unternehmens-Website mit CMS (10–25 Seiten, mehrsprachig optional): 9.000 – 25.000 €. Standard für KMU.
- Content-Plattform / Magazin (50+ Seiten, redaktioneller Workflow): 20.000 – 60.000 €.
- Online-Shop (Shopify, 50–500 Produkte): 12.000 – 40.000 € initial.
- Online-Shop (Custom, B2B, ERP-Integration): ab 40.000 €, schnell sechsstellig.
- Web-Anwendung / SaaS-MVP: ab 30.000 €, je nach Funktionsumfang.
Diese Zahlen schließen Hosting, Wartung und laufende Anpassungen nicht ein. Diese liegen typischerweise bei 10–20 % des Initialaufwands pro Jahr.
Warum 500-€-Angebote selten günstig bleiben
Es gibt Anbieter — meist Plattformen aus dem Ausland —, die Komplett-Websites für unter 1.000 € versprechen. In der Praxis bedeutet das: Vorlage, drei Bilder ausgetauscht, Logo eingebaut, keine Strategie, keine SEO-Basis, keine Schulung, keine Wartung. Nach sechs Monaten wird klar, dass die Seite weder gefunden wird noch konvertiert — und der Aufwand für eine “richtige” Lösung beginnt von Null.
Eine seriöse Website ist eine Investition, die sich rechnen muss. Wenn ein durchschnittliches Beratungsgespräch oder ein durchschnittlicher Auftrag bei Ihnen 2.000 € Umsatz bringt, ist eine 15.000-€-Website nach acht Aufträgen amortisiert. Diese Rechnung lohnt sich, wenn man sie macht — und sie ist meist überraschend kurzfristig positiv.
Wir machen Preisangebote nach einem kostenfreien Erstgespräch. Sie wissen vorher, was Sie bekommen, und nachher, was es genau gekostet hat — keine Überraschungen.